Virtuelles Bergfest beim „Ossiloop anners“

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Jetzt ist die Hälfte des virtuellen Ossiloop ist geschafft. Es ist Bergfest. Oder wie man in Ostfriesland sagt: Die Deichkrone ist erklommen. Der schwerste Teil ist abgehakt.

Aber was heißt eigentlich „schwerster Teil“? Wie anstrengend kann ein virtueller Lauf schon sein? Zudem ein Lauf, bei dem niemand die Zeiten kontrolliert. Jeder kann starten wann und wo er will. Die gelaufene Zeit kann einfach händisch in die App geschrieben werden. Also wie anstrengend soll es schon werden?

Als alter Ossilooper, der alle Etappen vom schönen Leer bis ins beschaulichen Bensersiel kennt und auch „meerfach“ nach Leer gelaufen ist, kann ich sagen: Der Geist des Ossiloop scheint auch in der virtuellen Version allgegenwärtig zu sein. Man sieht ihn nicht wie den blonden Hans an der Strecke, man hört ihn nicht wie Heino im Ziel rufen, aber er ist da….

Dienstagmorgen macht man sich schon Gedanken, wie man den Tag strukturiert. Später sitzt man wie auf Kohlen, in der Hoffnung, die Arbeit pünktlich erledigen zu können. Eigentlich ziemlich blöd. Denn wie gesagt, es wartet kein Bus. Es gibt keinen Startschuss. Das Startfenster ist riesig… und obwohl man keine Mitläufer links und rechts hat, keinen antreibenden Hasen vor sich hat, trotzdem wird der Lauf ernst genommen. Ich weiß nicht, ob es anderen auch so geht. Sobald man eine Startnummer trägt, wird man selbst beim einsamen Trainingslauf ein paar Sekunden schneller.

Und auch wenn man am Freitag wieder einen Tick mehr Tempo gemacht hat und sich nach dem Lauf zufrieden eine Flasche Bier gönnt, so ist der virtuelle Lauf nicht mit dem reellen Abenteuer „Ossssiiiiilloooop“ zu vergleichen…. Aber er ist eben doch auch ein bisschen anstrengend und stressig. Es ist jedoch positiver Stress, dem sich dann hoffentlich im nächsten Jahr wieder tausende Läuferinnen und Läufer aussetzen können! Und die Laufsportfreunde aus Oldenburg werden natürlich auch wieder dabei sein!

 

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